Wintereinbruch

Ich wachte auf, blickte aus dem Fenster und sah den ersten Schnee vom Himmel fallen. Auf den meisten Dächern und Bäumen lag schon mehr davon drauf, als in manchen Elektroclubs auf der Klobrille. Ich stieg schwer und träge aus dem Bett und überlegte wieder einmal, ob es nicht besser wäre, wenn ich mir eine Knarre kaufen würde und es rasch hinter mich brächte, ohne viel Nachdenken und Reden. Ich müsste nur den Mut dazu aufbringen, aber mein Mut machte mir Sorgen. Mit gesenkten Kopf ging ich die Treppen runter Richtung Bad. Dort angekommen kotze ich ins Waschbecken nachdem ich mein Gesicht im Spiegel gesehen hatte. Ich war depressiv und verkatert,  packte meinen Rasierer und schabte mir die Stoppel aus dem Gesicht. Danach ging es in die Küche und während mir auffiel dass meine Seele im depressiven Rausch eine traurigere Figur macht als alle toten Weihnachtsbäume der Welt, blickte ich in den Kühlschrank und sah dass er wie immer leer war. Ich beschloss kurzer Hand mal wieder blau zu machen und machte das ich wieder ins Bett kam. Ich schloss die Augen und hoffte dass ich nie wieder aufwachen würde und mit dieser Hoffnung, schlief ich schliesslich ein.

Michail Pascow

15.10.09 18:34

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